Natürlich haben wir für unseren RawFood Award 2017 wieder eine erstklassige Jury ausgewählt, die gemeinsam mit uns eure Rezepte ausprobieren und verkosten wird. Nach und nach möchten wir euch unsere Jurymitglieder gerne vorstellen. Weiter geht es mit Carmen Hercegfi, die wir auf ein kurzes Interview getroffen haben.

 

 

Stelle dich kurz vor, wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Carmen Hercegfi, ich bin 40 Jahre alt und alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen aus Hamburg. Als ganzheitliche Ernährungsberaterin für vegane Familien und Autorin des Buches „Vegan in anderen Umständen“ kümmere ich mich jeden Tag um die Belange von Veganern in diesen besonderen Lebensphasen.

 

Welcher Punkt in Deinem Leben hat dich dazu gebracht, dich für eine vegetarische, vegane, oder roh-vegane Ernährung zu entscheiden?

Ich stellte aus gesundheitlichen Gründen bereits vor 10 Jahren meine Ernährung auf das Säure-Basen-Verhältnis um und warf alle tierlichen Lebensmittel sofort vom Speiseplan. Allerdings gab es in den ersten 3 Jahren noch wenige Ausnahmen. Durch einen Vortrag von Rüdiger Dahlke fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen und mir wurde klar, dass auch diese wenigen Ausnahmen nicht mehr vertretbar sind.

Meine zweite Schwangerschaft als Veganerin stellte mich vor die Frage, wie eine gesunde vegane Ernährung für Schwangere und kleine Kinder gestaltet werden kann. Von da an widmete ich mein ganzes Dasein dem Veganismus, hängte meinen gut bezahlten Job als Immobilienmaklerin an den Nagel und begann eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin bei den Paracelsus Heilpraktikerschulen, gefolgt von vielen Weiterbildungen und Seminaren, um meinen Schwerpunkt für vegane Familien zu setzen.

 

Welche Auswirkungen hatte die Ernährungsumstellung auf Dich?

95% Prozent meiner körperlichen Beschwerden verschwanden innerhalb einer Woche. Darunter auch schwermütige Phasen und schlechte Laune. In mir wurden neue Lebensgeister geweckt und auch mein Lebensmut war plötzlich wieder da. Die Umstellung auf eine vegane Ernährung, insbesondere unter Beachtung des Säure-Basen-Haushalts war für mich lebensrettend, weshalb ich mich auch sehr stark dem gesundheitlichen Aspekt verschrieben habe. Vor einem Jahr habe ich mich daher entschieden zusätzlich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu beginnen (puuuh ein langer Weg so nebenbei)…

 

Wie gehen Freunde und Familie damit um?

Inzwischen sehr gut. Viele Familienmitglieder sind inzwischen auch vegan, die anderen diskutieren nicht mehr und verstehen, dass es bei mir zuhause nur Veganes gibt, was auch völlig in Ordnung ist. Das liegt aber auch daran, dass ich immer leckeres Essen auftische und nicht fingerhebend missioniere, sondern eher versuche zur Nachahmung zu inspirieren.

 

Was fasziniert Dich besonders an dieser Art der Ernährung?

 

Es ist eine wahnsinnig große Vielfalt möglich und ich vermisse rein gar nichts. Das Essen ist stets bunt und lecker und ich fühle mich nach dem Essen energiegeladen statt müde.

 

Dein Lieblingsrezept?

Schwerste Frage ever… Ich habe total viele. Im Bereich roh-vegan definitiv mein Grünkohlsalat mit einem Dressing aus weißem Mandelmus und Tamari Sojasauce… Yummi

 

Welche sind Deine liebsten Superfoods?

Reishi und Baobab

 

Welche Verbindung hast du zu PureRaw?

Die Produkte habe ich bei meinem ersten Besuch bei Veganz Hamburg zum ersten Mal gesehen und mir auch Smoothie-to go-Beche,r sowie einige Superfoods gekauft. Irgendwann lernte ich Kirstin dann auf einer VeggieWorld kennen und schloss sie sofort ins Herz. Natürlich hat sie mich total inspiriert noch andere Dinge auszuprobieren. Der Reishi-Latte ist seitdem nicht mehr aus meinem Tagesplan wegzudenken. Die PureRaw-Produkte biete ich inzwischen auch gerne meinen Kunden an, weil ich absolut davon überzeugt bin, dass Algen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen werden.

 

In welcher Tätigkeit verlierst du Dich und vergisst Zeit und Raum?

Immer wenn mich ein Blogartikel oder ein neues Rezept total fesseln, genauso beim Lesen von spannenden Büchern, die mich gerade brennend interessieren. Außerdem habe ich 15 Jahre lang aktiv Flamenco getanzt. Das Tanzen vermisse ich sehr, habe es aber auf dem Schirm für ruhigere Zeiten. Momentan bin ich einfach von meiner erfüllenden Arbeit und dem Mutterdasein völlig eingenommen.

 

Was ist aktuell im Fokus Deiner Aufmerksamkeit und welche Projekte liegen Dir für die Zukunft am Herzen?

Ich möchte unbedingt noch ein Folgebuch zu veganer Kinderernährung veröffentlichen und arbeite gerade ganz entspannt am Konzept. Aktuell läuft die Marketingphase zu „Vegan in anderen Umständen“ und damit sehr viel Vortragsarbeit, welche ich auch sehr liebe. Parallel arbeite ich an einem Online Kurs zum Thema vegane Schwangerschaft und Folgekursen für die anderen Lebensphasen. Mir liegt sehr am Herzen, dass die vegane Ernährung in allen Lebensphasen genauso normal wird wie es auch mit der Vegetarischen war und dass vegane Kinder überall veganes Essen bekommen ohne ausgegrenzt zu werden. Ich möchte mit meiner Arbeit auch darauf hinweisen, dass eine gesunde Ernährung für alle Kinder wichtig ist, ganz gleich welche Lebensmittel grundsätzlich zur Auswahl stehen, und dass die übliche mischköstliche Ernährung unter Einfluss von Weißmehlbrötchen, Bärchenwurst und Milchschnitte für Kinder absolut ungeeignet ist und demnach das Gejammer um vegane Kinder im Fokus mehr als unangebracht.