Natürlich haben wir für unseren RawFood Award 2018 wieder eine erstklassige Jury ausgewählt, die gemeinsam mit uns eure Rezepte ausprobieren und verkosten wird. Nach und nach möchten wir euch unsere Jurymitglieder gerne vorstellen. Weiter geht es mit Jörg Ullmann, der in der Verangenheit bereits der Jury dabei war. Auch Ihn haben wir, um ein Interview gebeten.

 

 

Stelle dich kurz vor, wer bist du und was machst du?

Ich bin Familienvater, Gärtner, Taucher, Abenteurer, Biologe, Autor, Algenfarmer… – mich interessieren die „weißen Flecken auf der Landkarte“ -  egal ob tatsächlich geographisch, in der Forschung oder anderen Bereichen des Lebens. Ich finde es spannend Dinge zu tun, die ich noch nie gemacht habe oder vielleicht noch nie Irgendjemand gemacht hat… Ich koche gern (Ehrlich gesagt esse ich eigentlich viel lieber!), bin gern in der Natur und interessiere mich für Zukunftsthemen, speziell im Bereich Ernährung bzw. Anbau und Verteilung von Lebensmitteln.

 

Welcher Punkt in Deinem Leben hat dich dazu gebracht, dich für eine vegetarische, vegane, oder roh-vegane Ernährung zu entscheiden?

Ich ernähre mich nicht vegan, allerdings ist mein Fleischkonsum in den letzten Jahren stetig gesunken. Ich bin der Überzeugung, dass aus vielerlei Gründen der individuelle Fleischkonsum zurückgehen muss und auch wird. Das ist besser für die Gesundheit und notwendig für die Umwelt und unsere Ressourcen. Ganz abgesehen davon werden die Preise für Fleisch in der Zukunft stark steigen, da wir zunehmend mit limitierten Ressourcen, steigender Weltbevölkerung und zunehmenden Kosten für die Beseitigung von Umweltschäden konfrontiert werden. Das allein schon wird den individuellen Fleischkonsum drosseln.

 

Welche Auswirkungen hatte die Ernährungsumstellung auf Dich?

Eine bewusste Ernährung bringt viele Vorteile. Ich ernähre mich zum Beispiel gern soweit es geht aus dem eigenen Garten. Das schmeckt besser (hatte ich schon erwähnt, dass ich gern esse?) und ich muss mir keine Gedanken über Pestizide, Antibiotika, Konservierungsstoffe oder andere interessante chemische Verbindungen in meinem Essen machen.

 

Wie gehen Freunde und Familie damit um?

Die versuchen, mir die leckeren Sachen immer wegzuessen… – nein im Ernst: Bewusste Ernährung ist im Familien- und Freundeskreis sowieso ein Thema. Und wenn es lecker schmeckt – umso besser!

 

Was fasziniert Dich besonders an dieser Art der Ernährung?

Ich finde es spannend, neue Geschmacksrichtungen zu entdecken und als Gericht weiterzuentwickeln. Ein einfaches Beispiel: Blumenkohl wird ja meist gekocht gegessen. Beim Zubereiten habe ich aber schon als Kind immer an den rohen Strünken geknabbert, weil es einfach wahnsinnig gut geschmeckt hat. Aber erst viel später habe ich tatsächlich Gerichte aus rohem Blumenkohl zubereitet und gegessen – eine echte Bereicherung meines Speiseplans!

 

Dein Lieblingsrezept?

Süßkirschen direkt vom Baum. In Mengen…

 

Welche sind Deine liebsten Superfoods?

Für mich sind alle frischen Lebensmittel „Superfoods“… Algen finde ich natürlich besonders spannend, Wildkräuter und Pilze auch.

 

Welche Verbindung hast du zu PureRaw?

<3

 

In welcher Tätigkeit verlierst du Dich und vergisst Zeit und Raum?

Tauchen. Neue Projekte entwickeln. „Blödsinn machen“ mit den Kindern.

 

Was ist aktuell im Fokus Deiner Aufmerksamkeit und welche Projekte liegen Dir für die Zukunft am Herzen?

In Kolumbien bekämpfen wir mit einem großartigen Team vor Ort Mangelernährung bei Kindern mit Hilfe von Spirulina-Algen. Mein Anliegen ist es, über verschiedene Wege Geld zu sammeln, um vor Ort möglichst viel damit erreichen zu können. Das Ganze wird technisch weiterentwickelt und eine zentrale Qualitätsüberwachung angestrebt.